Gewässergütebericht

Wellen

Die vorliegende Gewässergütekarte 2000/2001 für die Stadt Arnsberg ist gemeinsam von den Angelvereinen im Stadtgebiet, 3 Schulen (Realschule Hüsten, Gymnasium Laurentianum und Graf-Gottfried-Gymnasium) und der Stadt Arnsberg erarbeitet worden. Die Angelvereine und Schulen im Stadtgebiet haben die Untersuchungen ehrenamtlich vorgenommen.

Ziel war es, die aus dem Jahr 1988 vorliegende Gewässergütekarte zu aktualisieren und mögliche Veränderungen der Wasserqualität der Arnsberger Flüsse und Bachläufe aufzuzeigen.

Insgesamt sind an ca. 120 Messstellen an den Bachläufen im Stadtgebieten ca. 170 Untersuchungen zur Bestimmung der biologischen Gewässergüte vorgenommen worden. Die Untersuchungen der Schulen und Angelvereine beschränkten sich auf die Bachläufe im Stadtgebiete, da die großen Flüsse Ruhr, Röhr und Möhne regelmäßig vom Ruhrverband untersucht werden. Die Wasserqualität dieser Gewässer ist nachrichtlich in der Gewässergütekarte der Stadt Arnsberg dargestellt.

Ergebnisse (Zusammenfassung):

  • Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchungen sind sehr positiv.
  • Nahezu alle Gewässerabschnitte der untersuchten Bachläufe sind den Gewässergüteklassen I-II (gering belastet) oder II (mäßig belastet) zuzuordnen.
  • Auch die Flüsse Ruhr und Möhne haben im Stadtgebiet die Gewässergüte II erreicht.
  • Lediglich die Röhr, mit einer Gewässergüte von II-III (kritisch belastet), bereitet nach wie vor Sorgen und entspricht nicht den Zielvorgaben.

Im Vergleich mit der Gewässergütekarte 1988 fällt zunächst die deutliche Verbesserung der Wasserqualität der Ruhr auf. Das ist im wesentlichen auf den Bau von Kläranlagen (Wildshausen, Neheim), Verbesserungen im Kanalnetz und die Stilllegung der Papierfabrik Wildshausen zurückzuführen.

Bei den Bachläufen im Stadtgebiet ist eine deutliche Verbesserung der Wasserqualität in und unterhalb der Ortslagen festzustellen. Insbesondere sind hier der Bieberbach, der Baumbach und Bäche im Bereich Voßwinkel zu nennen. Hier spiegeln sich in erster Linie die Investitionen in das Kanalnetz im Rahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes der Stadt wider.

Umweltqualitätsziele:

Von besonderer Bedeutung ist das Kapitel 6 ("Umweltqualitätsziele" ) des Berichtes

Der Vergleich der Ergebnisse aus der 2000er Kartierung zu der aus 1987/88 und damit die Zielerreichung, ist in Kapitel 5 ff. dargestellt. Hieraus ergeben sich nun Konsequenzen bezüglich der zukünftigen Vorgaben, die sich als Ziele in besagtem Kapitel 6 wiederfinden (siehe Bericht).

Zusammenfassend können die Ziele als Sicherung des Status quo und Verbesserung nicht ausreichender Qualitäten beschrieben werden.

Berücksichtigung findet hier auch die Verbesserung der ökologischen Situation der Gewässer und ihrer Uferbereiche. Durch die Einrichtung eines Ökokontos im Rahmen der Eingriffsregelungen nach BauGB, können Maßnahmen in diesem Bereich sinnvoll und kostengünstig für die Stadt durchgeführt werden.

Der Gewässergütebericht:
Gewässergütebericht, pdf-Datei, 2,7 MB

 

Gewässergütekarte