Die Zukunft des Wohnens in Arnsberg

Neuaufstellung des Handlungskonzeptes "Zukunft Wohnen in Arnsberg"

AKTUELLES

Auch zum 2. öffentlichen Forum am 23.11.2017 fanden sich wieder viele ArnsbergerInnen ein, die sich im Campus der Stadtwerke im Niedereimerfeld informierten und mitdiskutierten. Besonders erfreulich war, dass BürgerInnen, kommerzielle AnbieterInnen von Wohnraum, die VertreterInnen der Interessen von jungen, älteren und / oder finaziell schwachen Mietern, die BesitzerInnen von Eigenheimen und PolitikerInnen miteinander ins Gespräch gekommen sind.

Das Büro Büro Inwis Forschung & Beratung GmbH, Bochum stellte zunächst weitere und speziellere Ergebnisse zu Wohnungsbedarfen und einzelnen Zielgruppen (Senioren, Jugendliche, Leistungsempfänger) auf dem Arnsberger Wohnungsmarkt vor. Die Ergebnisse sind hier (pdf, 1,2 MB) einsehbar. Aufbauend auf diesen Ergebnissen und den Erkenntnissen des 1. Forums wurden in wechselnden Gruppen die folgenden Themen diskutiert und Ideen für Handlungsmaßnahmen entwickelt:
  • Kleine, bezahlbare Wohnungen dringend gesucht - aber nicht zu finden
  • Arnsberg - Wohnen zwischen Ruhrgebiet und Sauerland
  • Arnsberger Einerlei, oder Arnsberger Allerlei? Die Chancen der Stadtteile und Quartiere
  • Alte Häuser suchen neues Leben
  • "Zusammen Bauen und Wohnen" - Kein Standard, aber Möglichkeiten

Die Dokumentation des 2. Forums ist hier (pdf, 1,8 MB) einsehbar.

WEITERS VORGEHEN

In den ersten Monaten 2018 soll sich ein Fachgespräch explizit mit der Frage auseinandersetzen, wie das Wohnungsangebot für Zielgruppen mit Versorgungsproblemen verbessert werden kann. Ebenfalls in diesem Zeitraum sollen sich auf einem Workshop PolitikerInnen und AkteurInnen des Wohnungs- und Grundstücksmarktes auf Basis einer bis dahin vorliegenden Wohnbauflächenprognose der Weichenstellung der zukünftigen Siedlungs- und Wohnbauflächenentwicklung widmen.

Alle Ergebnisse der bisherigen Foren sowie der noch anstehenden Fachgespräche fließen in den Entwurf eines Leitbildes und der dazu passenden Handlungsempfehlungen ein. Im Rahmen eines 3. öffentlichen Forums werden die Ergebnisse wieder öffentlich vorgestellt werden.

ALLGEMEINES

Der Arnsberger Wohnungsmarkt ist aktuell durch neue, teils sich widersprechende Entwicklungen geprägt. Nach der vor über 10 Jahren erfolgten Neuausrichtung der Wohnsiedlungs- und Wohnpolitik der Stadt Arnsberg, die auf der wesentlichen Annahme beruhte, dass der demographische Wandel in quantitativer Hinsicht zu einem entspannten Wohnungsmarkt führen wird, ist in den letzten drei Jahren für Teilbereiche eine Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zu beobachten. So kann in Teilen Arnsbergs die Nachfrage nach Wohnbauland aus den vorhandenen Wohnbaulandpotenzialen kaum noch gedeckt werden, und in einzelnen Wohnungsmarktsegmenten gibt es einen Mangel an geeigneten Wohnungen.

Daher soll das Handlungskonzept "Zukunft Wohnen in Arnsberg", das häufig auch Grundvoraussetzung für die Vergabe von Fördermitteln des Landes ist, fortgeschrieben werden. Im Gegensatz zu dem "alten Handlungskonzept (pdf, 350 KB) soll das Neue in einem kooperativen Prozess erarbeitet werden.

Gemeinsam sollen Bürgerinnen und Bürger, Arnsberger Wohnungsmarktakteure und die Stadtverwaltung die aktuellen Entwicklungen beleuchten und einordnen, Zielsetzungen und Leitlinien für die künftige Ausrichtung der Wohnungspolitik entwickeln sowie nach Handlungs- und Umsetzungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene suchen.

Im überarbeiteten Handlungskonzept "Zukunft Wohnen in Arnsberg" sollen anschließend private und öffentliche Aktivitäten mit dem gemeinsamen Ziel gebündelt werden, den Wohnungsmarkt in Arnsberg auf die Herausforderungen der Zukunft auszurichten.

Mit der Prozessgestaltung sowie der Ausarbeitung von Leitbild und Handlungsempfehlungen wurde Frau Prof. Dr.-Ing. Ursula Stein aus Frankfurt beauftragt, die auch die Moderation der Foren und Fachgespräche übernehmen wird.