Neues Lichtkonzept für den Sauerländer Dom

Arbeitsgruppe Kunst|Licht|Klang realisiert "bodenständiges" Konzept.

Foto: Boris Golz
Auf Anregung der Neheimer Arbeitsgruppe Kunst|Licht|Klang, die fachlich und bürgerschaftlich besetzt ist und sich mit Fragen der Gestaltung von Kunst und Licht im öffentlichen Raum beschäftigt, wurde in den vergangenen Monaten ein Beleuchtungskonzept für den Sauerländer Dom erarbeitet, fortentwickelt und im Rahmen einer Probebeleuchtung im Sommer des Jahres "feinjustiert".

Herausgekommen ist ein anspruchsvolles, aber zugleich "bodenständiges" Beleuchtungskonzept, das den bisher in der Dunkelheit verschwindenden Hauptbaukörper im wahrsten Sinne des Wortes "erdet", zugleich aber eine wesentlich verbesserte Fernwirkung über die Anstrahlung des Turmes erzielt. Bei der Beleuchtung handelt es sich um den Austausch der Turmanstrahlung von drei Seiten mit zeitgemäßer Lichttechnik und deren Ergänzung durch in den Boden integrierte Leuchten, die eine hohe Energieeffizienz aufweisen.

Die Beteiligten - die Mitglieder des genannten Arbeitskreises, des Dombauvereines und der Kirchengemeinde, der beteiligten Firmen (u.a. Trilux), die Architekten, Stadt- und Lichtplaner, Designer und Kulturschaffende - konnten zusammen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern den offiziellen Start der Illumination der Kirche am 15. Oktober 2009 erleben.

Die Kosten für die Beleuchtung dieses städtebaulich prägenden, aber auch im Bewusstsein der Menschen als Identifikationsort wirkenden Gebäudes werden zu einem Teil aus städtischen Mitteln finanziert, die der Rat der Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Projektes zugebilligt hatte. Die Restfinanzierung wurde über den Dombauverein sicher gestellt. Das Projekt konnte auch nur deshalb gelingen, weil viele Beteiligte sich ehrenamtlich bzw. zum Selbstkostenanteil eingebracht haben.

Mit Einschaltung der Straßenbeleuchtung wird die Kirche nun bis in den späten Abend, an Wochenenden bzw. zu besonderen Anlässen ggf. auch länger illuminiert.