Umgestaltung der Heinrich-Lübke-Straße in Hüsten

Werkstattverfahren erarbeitet Planungsentwurf für die künftige Gestaltung der Straße.

Die Heinrich-Lübke-Straße in Hüsten, einst beschauliche, aber lebendige Verkehrs- und Geschäftsstraße, war mit einer Frequenz von 19.000 Fahrzeugen am Tag und hohem LKW-Anteil bislang einer der am stärksten belasteten Straßen der Region. Sie nahm als B 229 den Großteil des Verkehrs zwischen dem Raum Sundern, den südlichen Arnsberger Stadtteilen, den dort gelegenen Steinbrüchen und der A 46 auf.

Für das Hüstener Zentrum, für die dort lebenden und arbeitenden Menschen, aber auch für Kunden der Geschäfte und Dienstleistungseinrichtungen bedeutete das eine tägliche, auf Dauer unzumutbare Konfrontation mit Lärm, Abgasen, Erschütterungen und Verschmutzung. Die hohe Verkehrsbelastung führte zudem zu einer Trennwirkung der Straße, die nicht nur Kindern und alten Menschen das Queren am Tage nahezu unmöglich machte.
Damit wurden über Jahrzehnte gewachsene Strukturen gefährdet und zerstört. Das Straßenbild war geprägt von Verkehr, unter- und ungenutzten Grundstücken und Gebäuden und erkennbarem Investitionsstau aufgrund mangelnder Attraktivität. Bedauerlicherweise hatte sich diese Sicht zum Teil schon auf das Gesamtimage von Hüsten übertragen, obwohl Hüsten in vielen Bereichen über höchste Standort- und Lebensqualitäten verfügt.

Mit der Inbetriebnahme der Ortsumgehung B229n im Oktober 2008 wurde die Heinrich-Lübke-Straße deutlich entlastet, insbesondere vom Schwerlastverkehr. Die Straße wird aber weiterhin eine wichtige Verkehrsachse Hüstens und der Gesamtstadt bleiben.

Die Chance, der Straße neue Qualitäten zu geben, wurde erkennbar in den Diskussionen und Gesprächen zwischen Stadtplanern und Eigentümern, Händlern und Geschäftsleuten, Anliegern und Bewohnern. Im Rahmen der Werkstattgespräche nämlich brachten die Nutzer und Besucher ihre Vorstellungen und Kenntnisse schon in die Phase der Zielformulierung und Ideenentwicklung für eine Umgestaltung ein. Dabei wurde ganz wesentlich auch die Frage einer realistischen Zukunftsperspektive für den Stadtteil und das Zentrum von Hüsten erörtert - auch im Hinblick auf das Stadtentwicklungskonzept einerseits und bundesweit erkennbare übergeordnete Tendenzen im Einzelhandel und im Kundenverhalten andererseits.

Diese und weitere Punkte diskutierte das Planungsteam (bestehend aus Mitarbeiter/innen der Stadt und eines externen Planungsbüros) in einem offen angelegten, mehrstufigen Werkstattverfahren mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern:

In zwei Werkstattgesprächen, am 27.11.2007 und am 11.02.2008, wurde auf der Basis einer Bestandsaufnahme insbesondere der Einzelhandelssituation (pdf, 1.694) im Stadtteil Hüsten ein städtebaulicher Rahmenplan (pdf, 1.111) erarbeitet. Diese bildeten die Grundlage für unterschiedliche Straßenquerschitte (pdf, 409) zur Umgestaltung der Heinrich-Lübke-Straße, aus denen schließlich ein noch weiter auszuarbeitender Vorentwurf (pdf, 1.844) entstand. Insgesamt nahmen an den beiden Werkstattgesprächen jeweils über 200 Personen teil.

Schließlich wurden auf einem Informationsabend am 24. Juni 2009 das Modellprojekt "SimplyCity" des Landes NRW vorgestellt und die darauf ausgerichtete Ausführungsplanung diskutiert.

Am 10.05.2010 fand das 5. Werkstattgespräch zum Umbau der Heinrich-Lübke-Straße statt. Zu diesem Termin eingeladen hatte die Stadt Arnsberg und der Bezirksausschuss Hüsten. Vorgestellt wurde der 2. Bauabschnitt sowie dessen zeitliche Umsetzung.

Hierbei wurde der Stand der aktuellen Planungen vorgestellt:

Entwurf Minikreisverkehr und Marktplatz (pdf, 490 KB)

Entwurf Heinrich-Lübke-Straße, Kneppergasse (pdf, 520 KB)

Hüsten Markt: ÖPNV-Bestand (pdf, 1.300 KB)

Hüsten Markt: ÖPNV-Planung (pdf, 1.200 KB)

Planung der Verkehrsführung Hüsten Mitte (pdf, 1.700 KB)

Auskünfte zur Bauausführung und -abwicklung

Stadt Arnsberg
Straßen- | Brückenbau
Frank Tillmann
Telefon: 02932 201-3419

Auskünfte zum Planungsentwurf

Stadt Arnsberg
Stadt- und Verkehrsplanung
Dr. Birgitta Plass
Telefon: 02932 201-1425