DIEK OEVENTROP | "Die Ruhrdörfer"

Was ist ein DIEK?

Städte und Gemeinden im ländlichen Raum stehen, u.a. aufgrund des demografischen Wandels, vor großen Herausforderungen. Dies erfordert eine integrierte und abgestimmte Herangehensweise aller kommunalen Akteure.
Mit einem geförderten Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK), welches von Bürgerinnen und Bürgern eines Ortes gemeinsam mit der jeweiligen Kommune und einem Fachbüro entwickelt wird, soll eine Gesamtstrategie für die weitere Entwicklung des Stadtteils festgelegt werden.

Dabei findet eine ganzheitliche Betrachtung des Stadtteils statt: neben ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Aspekten werden insbesondere die demografischen Herausforderungen mit einbezogen.

Auf Grundlage eines DIEK können Fördermittel aus dem Programm "Ländlicher Raum 2014-2020" zur Umsetzung der im Konzept benannten Maßnahmen eingeworben werden.

Erste Schritte zum DIEK

Im Jahr 2016 wurde unter großer Beteiligung der Arnsberger Bevölkerung das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept „Die Arnsberger Dörfer“ (IKEK) erstellt. Auch der Stadtteil Oeventrop wurde unter die Lupe genommen. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass der Ort über Problemlagen (z. B. Gestaltdefizite und Leerstände in der Kirchstraße, verbesserungsfähige Anbindung des Ortskerns an den RuhrtalRadweg, fehlende Treffpunkte im Ortskern), aber auch über eine Vielzahl an Qualitäten (z. B. intakte Ortsgemeinschaft, hohes ehrenamtliches Engagement, gute Nahversorgung, gute Verkehrsanbindung) verfügt.

Gemeinsam mit den Oeventroperinnen und Oeventropern wurden erste Ideen entwickelt, wie ihr Stadtteil zukunftsfähig entwickelt werden kann. Diese Ideen konnten jedoch im Rahmen des IKEK nicht detailliert ausformuliert und weiterentwickelt werden, da es sich hierbei um ein übergeordnetes Konzept für das gesamte Stadtgebiet handelt.
Diese Konkretisierung erfolgt nun durch die Entwicklung eines Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) für Oeventrop.

Beteiligung der Oeventroperinnen und Oeventroper

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern werden daher Ideen und Maßnahmen erarbeitet, mit denen die Entwicklung des Stadtteils Oeventrop unterstützt werden kann. Dabei ist der Erfolg dieses Konzeptes in hohem Maße von der Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger abhängig. Nur so können Informationen und Anregungen aus erster Hand erfasst und bedarfsgerechte Projekte entwickelt werden.

Hierzu wurden im Februar 2018 zunächst Gespräche mit verschiedenen Akteuren in Oeventrop geführt, um sich ein Bild der Situation im Stadtteil zu machen. Im März wurde dann auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von zwei Projektständen und eines Ortsrundgangs die Gelegenheit gegeben, ihre Ideen und Wünsche für Oeventrops Zukunft zu äußern.

Perspektivwerkstatt und Projektmesse

Auf einer Perspektivwerkstatt am 25. April wurde die bisherige Analyse zum Stadtteil durch das beauftragte Büro vorgestellt und an Thementischen zu unterschiedlichen Fragen (Freirau,/Freizeit/Sport, Ortsleben/Bildung, Versorgung/Erreichbarkeit, Wohnen) diskutiert. Die Ergebnisse der Perspektivwerkstatt (pdf, 1,5 MB) geben einen Überblick der Anregungen und Hinweise zu den einzelnen Themen.

Darauf aufbauend wurde ein Konzept ausgearbeitet und auf einer Projektmesse am 28. Juni zur Diskussion gestellt. Die Ergebnisse der Projektmesse (pdf, 30 KB) finden sie hier.

Bis zum Herbst wird sodann das DIEK OEVENTROP vorliegen und den politischen Gremien der Stadt Arnsberg zur Beschlussfassung vorgelegt.

Fachliche Unterstützung durch das Büro PLANUNGSGRUPPE STADTBÜRO

Zur Unterstützung bei der Konzepterstellung und Durchführung des Arbeitsprozesses konnte die Stadt Arnsberg das Büro PLANUNGSGRUPPE STADTBÜRO aus Dortmund gewinnen. Das Büro unterstüzt die Stadt Arnsberg bei der Durchführung des Gesamtprozesses, insbesondere den Akteursgesprächen, den Infoständen innerhalb von Oeventrop, den geplanten Werkstätten sowie der Konzepterstellung.

Das DIEK OEVENTROP als Teil der gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie

Mit der Erstellung eines Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) beabsichtigt die Stadt Arnsberg, die zukünftige Entwicklung des Stadtteils Oeventrop aktiv zu gestalten und mit bereits bestehenden gesamtstädtischen Strategien zu verzahnen. Hierzu gehören insbesondere das IKEK | "Die Arnsberger Dörfer", das Stadtentwicklungsprogramm (STEP 2003, pdf, 1.778 KB) mit den Leitlinien der Stadtentwicklung (pdf, 610 KB) und dem Gesamträumlichen Entwicklungsmodell (pdf, 278 KB) und weitere themenbezogene Untersuchungen und Konzepte z. B. für die Entwicklung der Ruhr (Masterplan | Ruhr, pdf, 2,7 MB), das Themenfeld Radverkehr ("Für eine aktive Mobilität") oder das Klimaschutzkonzept als Strategie für eine nachhaltige Stadt.

Schließlich wird das DIEK OEVENTROP auch mit der regionalen Ebene, der "Regionalen Entwicklungsstrategie" der Region "LEADERsein! – Bürgerregion am Sorpesee" der vier Kommunen Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern verzahnt.

Ihr Ansprechpartner:

Regionale Konzepte

Klaus Fröhlich
Rathausplatz 1
59759
Arnsberg
Telefon: 02932 / 201-1689
Telefax: 02932 / 201-1473
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