Willkommen im Natur-Erlebnis-Raum an der Ruhr

Erlebnisstation im Natur-Erlebnis-Raum
Erlebnisstation im Natur-Erlebnis-Raum
... eine Erlebnislandschaft!

Wildstauden, Gräsern, Farnen, Büschen und Bäumen prägen das Gelände. Im Naturgelände spielt die Pflanze die Hauptrolle. Es werden bis zu 200 Wildstaudenarten, 60-80 Wildgehölzarten und Beerensträucher gepflanzt. Hinzu kommen Wildblumenwiesen und Blumenrasen. Natürlich findet man in einem Natur-Erlebnis-Raum auch Spielgeräte, aber nur einzelne. Hier ist die Landschaft an sich "Spielgerät". Erdmodellierungen mit Höhen und Tiefen laden zu Bewegung und Spiel ein.

Natur-Erlebnis-Räume sind Orte der Begegnung und Kommunikation für alle Generationen. Das Angebot ermöglicht die generationsübergreifende Nutzung des öffentlichen Raumes. Für Kinder und Jugendliche, Familien, Naturinteressierte und alle die so eine Anlage erleben wollen.

 

Der Natur-Erlebnis-Raum in Arnsberg, Biologische Vielfalt, lernen und entdecken

Auf einer Gesamtfläche von 7.000,00 qm gibt es im Natur-Erlebnis-Raum Arnsberg  Blumenwiesen und Blumensäume, Wildobst zum naschen, Strukturen wie Trockenmauern, Findlinge und Totholz, Wildblumen, Hecken und Bäume. An der unmittelbar angrenzenden renaturierten Ruhr lassen sich zahlreiche Tierarten, insbesondere Wasservögel und Insekten beobachten. Dazu zählen auch so seltene Arten wie die Wasseramsel, der Eisvogel oder der im Stadtgebiet heimisch gewordene Gänsesäger.

Diese Biologische Vielfalt bringt ein vielfältiges Tier- und Pflanzenleben auf die Fläche, macht Naturerlebnis, Entdecken und Staunen möglich. Mit diesem Projekt werden Bürgerinnen und Bürger, insbesondere jedoch Kinder und Jugendliche an die Themen vielfältige Lebensräume heimischer Pflanzen und die daran lebenden heimischen Tiere und deren biologische Vielfalt herangeführt. Durch die Mitarbeit der Gruppen von der Planung bis zur Fertigstellung und das damit vermittelte, spezifische Wissen trägt dazu bei, einen wertschätzenden Umgang mit der Natur zu erreichen.

Lernstation Ruhrstruktur und „blaues Klassenzimmer“

Im Natur-Erlebnis-Raum Arnsberg sind die Lernstation „Ruhrstruktur“ und ein „blaues Klassenzimmer“ integriert. Hier ist ein „trockener Flusslauf“ von der Quelle bis zur Mündung dargestellt und Ober-, Mittel –und Unterlauf, sowie Tiere im Uferbereich und im Fluss werden anhand von Schautafeln dargestellt und erläutert. Ein „blaues Klassenzimmer“ dient dazu, Schulen, Kitas und anderen Einrichtungen den Natur-Erlebnis-Raum als „außerschulischen Lernort zu nutzen. Lernstation und blaues Klassenzimmer wurden vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

Halbschale der Flüsterbrücke
Halbschale der Flüsterbrücke
Kommunikation über den Fluss- eine Einladung zum Gespräch!

Zur Fertigstellung und Eröffnung des Natur-Erlebnis-Raumes Arnsberg wurde, als letzter Baustein, die Erlebnisstation „Akustischer Wellenleiter“ eingerichtet. Im Natur-Erlebnis-Raum und auf dem Schulgelände am gegenüberliegenden Ruhrufer ist jeweils eine Stahlhalbschale aufgestellt. Die beiden gewaltigen Halbschalen an den Ruhrufern ermöglichen einem, sich mit seinem Gegenüber auf der jeweils anderen Flussseite zu unterhalten. Es ist eine Art „Flüsterbrücke“ über die Ruhr. Spricht oder „flüstert“ man in die Schale hinein, so wird der Schall in die gegenüberliegende Schale geworfen, so dass man dort gehört -und einem geantwortet werden kann. Die Distanz zwischen den Schalen beträgt 60,00m. Der Durchmesser der Schalen aus gestrahltem und lackiertem Baustahl beträgt 3,00m. Jede Schale wiegt 1.200 kg!
Das Lavendellabyrinth
Lavendellabyrinth nach der Pflanzung
Das Lavendellabyrinth

Im Natur-Erlebnis-Raum Arnsberg ist ein Lavendellabyrinth integriert. Es handelt sich um ein klassisches Labyrinth, Typ Knidos, mit 7 Umgängen. Bei einem Durchmesser von 21,00m und einer Wegbreite von 0,80m, hat es eine Wegelänge von 300 m. Im Labyrinth finden im Jahreslauf Veranstaltungen, wie z.B. das Lichterfest statt. Siehe auch unter „Aktuell, Termine“. Im Rahmen des „Kulturrucksack“ finden hier regelmäßig Veranstaltungen für Schulen und Kitas statt.
Weidenhaus
Blick in das Weidenhaus
Weidenhaus

In Zusammenarbeit mit Claudia Reuter vom Weidenzentrum an der Nordseeküste ist das „Wohnzimmer“ im Natur-Erlebnis-Raum entstanden. Es handelt sich um einen Weidenbau mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten, in dem man zusammen kommen kann, ausruhen oder einfach mit anderen ins Gesprächen finden. Während des Arnsberger Kunstsommers z.B. finden hier Weidenflechtkurse statt.
Weiden haben als Nutzpflanzen eine lange Tradition. Die biegsamen Triebe wurden schon seit jeher genutzt, um mittels  Flechten und Binden nützliche Utensilien für Haus und Garten herzustellen. Die Verwendungsmöglichkeiten dieses natürlichen Baumaterials sind sehr vielfältig. Sowohl aus trockenen als auch aus lebenden Weidenruten lassen sich unterschiedlichste Kunst- und Bauwerke gestalten. Weidenruten sind  umweltfreundlicher Baustoff und hervorragend für Naturgärten geeignet: Das Material wird der Natur entnommen und wächst schnell wieder nach. Das Dickicht von Trieben bietet einer Vielzahl von Tieren Lebensräume, Versteckmöglichkeiten und Brutstätten. Weidenruten werden während der Vegetationsruhe zwischen November und Anfang März geschnitten.
Weidenbau ist im Herbst von Oktober bis November möglich, wenn die Blätter schon zum großen Teil abgefallen sind und der Boden noch nicht gefroren ist. Idealer aber ist das zeitige Frühjahr noch vor dem Austrieb der Blätter. Der Boden darf nicht mehr gefroren sein. Weidenruten bilden dann nach dem Einpflanzen rasch Wurzeln und treiben aus.
Weitere Angebote im Natur-Erlebnis-Raum:

Barfußpfad
Riesen-Stehwippe
Aussichtskorb
Aussichtssteg
Sonnenliegen
 
       und vieles mehr...




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