Regionale Entwicklungsstrategie

Wie wir vorgehen und was wir tun wollen

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LEADER-Partner zu sein, heißt sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen und kooperativ die besten Lösungen zu finden. Statt sich durch Abgrenzung nach außen zu definieren, wollen wir Leuchttürme bauen und mit gutem Beispiel in der Region vorangehen. Wir wollen LEADER sein und so ganz Südwestfalen mit voranbringen.
Eine zukunftsfähige Region muss eine lernende Region sein. Deswegen achten wir mit der Strategie darauf, Strukturen für gemeinsames Lernen zu etablieren. Wir verfügen über zahlreiche Anknüpfungspunkte. Zum Beispiel gibt es gute Erfahrungen in Sundern zum Thema modernes Vereinswesen. Erfahrungen mit der Ansprache Jugendlicher bringt Arnsberg ein. Balve hat mit dem Gesundheitscampus viel über eine innovative Daseinsvorsorge gelernt. Und Neuenrade kann mit einem Integrationszentrum („ZELIUS“) aufwarten.

Anknüpfen und Neues wagen: Machbare Innovation – das heißt für uns nicht, auf dem weißen Papier zu starten und jedes Rad neu zu erfinden. Im Gegenteil: Wäre es nicht  rückschrittlich, all die guten Projekte und Handlungsansätze, die in den Projekten der Regionale 2013, den Dorfkonferenzen in Balve, dem Programm Generation Zukunft in Arnsberg und den vielen anderen guten Initiativen links liegen zu lassen? Wir wollen innovativ sein, indem wir Gutes noch besser machen, an neue Bedürfnisse anpassen, weiter entwickeln, für unsere Partnerschaft anwenden und gemeinsam mit Schwung versehen. Zusätzlich gibt es drängende Probleme, für die es bisher noch nicht die passenden Strategien gibt, beispielweise bei der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Hier betreten wir gemeinsam Neuland und lernen dabei selbstbewusst von anderen ländlichen Regionen in Deutschland und in den Nachbarländern.

Unterschiedliche Projekttypen brauchen unterschiedliche Impulse: Anschieben, Aufbauen, Verknüpfen, Weiterentwickeln oder Inszenieren. Es gibt Projekte, bei denen eher das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ handlungsleitend ist, und andere, bei denen gute Ideen, die bisher an den Gemeindegrenzen ihr Ende fanden, auf die ganze Region ausgedehnt und so noch wirksamer werden. Quer zu diesen Handlungsfeldern thematisiert die Region mit den Zukunftsfragen die Herausforderung, eine sich ständig weiterentwickelnde, innovative Gemeinschaft zu sein, die in Zeiten des demografischen Wandels und des Klimawandels auf eine passende Mischung aus „Anknüpfen an die eigenen Stärken“ und „Mutig neue Wege ausprobieren“ setzt.

Handlungsfelder, strategische Ansätze und beispielhafte Projekte

In sechs Handlungsfeldern (DA_sein, OFFEN_sein, MOBIL_sein, BEKANNT_sein, PRODUKTIV_sein, VERNETZT_sein) sind die Inhalte des Entwicklungskonzepts zusammengefasst. In jedem Handlungsfeld gibt es wiederum drei strategische Ansätze, die auf zentrale Zukunftsfragen Antworten suchen. Die strategischen Ansätze werden im Entwicklungskonzept mit Projektbeispielen unterlegt, die in Zukunftskonferenzen diskutiert und mit Prioritäten versehen wurden. Sie werden im Laufe der späteren LEADER-Arbeit einzeln beschlossen, ergänzt und erweitert werden. Außerdem hat sich die Region mit ihren Nachbarn abgestimmt und will zwei regionsübergreifende LEADER-Projekte zu den Themen „Naturpark“ und „Willkommenskultur“ anstoßen bzw. sich an ihnen beteiligen.