Zukunft selbst gestalten

von 18 bis 99 Jahren

Familienfoto auf dem Schloßberg

Das Grundgesetz (Art. 2) garantiert jedem Volljährigen das volle Selbstbestimmungsrecht. Das heißt, sie können im Rahmen bestehender Gesetze über alle sie betreffenden Angelegenheiten bestimmen.

Ausgangspunkt der Überlegungen ist die unumstößliche Tatsache, dass jedem von uns – ob jung oder alt – unverhofft ein Unfall, eine Krankheit, eine Operation, eine geistige, seelische oder körperliche Behinderung ereilen kann. "Was soll mir schon passieren, oder "wird schon gut gehen" sind kaum die richtigen Antworten.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass in den geschilderten Situationen nahe Familienangehörige, Ehegatten, Kinder oder Lebenspartner einspringen und entscheiden könnten.

SIE KÖNNEN ES NICHT!

Auch Ehegatten, Lebenspartner Geschwister, Kinder oder Eltern können für sie nur mit einer Vorsorgevollmacht handeln.

Die meisten von uns werden sich wohler fühlen, wenn sie nicht in einer anonymen Institution wie einem Krankenhaus, einem Pflegeheim oder ähnlichem, sich ausgeliefert fühlen, sondern wissen, dass ein vertrauter Mensch in ihrem Sinne für sie entscheidet.

Es ist verständlich, dass wir vor dem Gedanken zurückschrecken, nicht mehr selbständig und eigenverantwortlich handeln zu können, unser Schicksal in die Hände anderer Menschen legen zu müssen. Jeder sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass es Möglichkeiten gibt, den eigenen Willen in seinem persönlichen Sinne fortzusetzen. Dazu ist es wichtig, den eigenen Willen zu formulieren und schriftlich zu fixieren. Auch die Wahl eines vertrauenswürdigen Menschen bedarf seiner Zeit. Denn dieser soll für den Fall, dass wir uns selbst nicht mehr äußern können, an unserer Stelle sprechen und die Wünsche sogar bis nach dem eigenen Tod vertreten.