Arnsberg - demografische Entwicklung und deren Konsequenzen
Herausforderungen, Möglichkeiten und Chancen der demografischen Entwicklung für die Stadtentwicklung.
Es klingt absurd und ist in der öffentlichen Diskussion nicht leicht zu vermitteln: Während global das Thema Geburtenexplosion und Überbevölkerung mit all seinen existentiellen Randerscheinungen wie Armut und Trinkwasserknappheit, mangelnder Bildung und unzureichender Gesundheitssysteme auf der Tagesordnung steht, beklagen wir die Auswirkungen der rückläufigen demographischen Entwicklung in Europa und Deutschland.
Klagen wir – mal wieder – nur auf einem hohen Niveau? Oder werden die Auswirkungen wirklich so dramatisch sein, wie Wissenschaftler und Praktiker, die sich dem Thema angenommen haben, es beschreiben? Wird Europa langfristig zum Altenheim unseres Globus und werden Innovationen und Fortschritt an uns vorbei gehen? Es sieht ganz danach aus, wenn man bedenkt, dass das durchschnittliche Alter der Bevölkerung in der (heutigen) EU schon bald auf 42 steigen wird, während es in den USA auf 32 Jahre sinkt. Eine alternde Gesellschaft aber hat andere Ansprüche und Wertvorstellungen und wird auch eine andere Entwicklungsdynamik aufweisen.
Dem steht gegenüber, dass politische und gesellschaftliche Ereignisse von großer Tragweite wie der Zusammenbruch des Ostblocks vor eineinhalb Jahrzehnten nicht zu prognostizieren sind. Damals wurden für den einen ungeahnte Entwicklungen ausgelöst, während für den anderen nur die schon Ende der 80er Jahre erkennbare Entwicklung verschleiert und für eine kurze Zeit gebremst wurde. Schließlich sind die Auswirkungen der künftigen Bevölkerungsentwicklung, die wir statistisch recht genau beschreiben können, heute erst in Ansätzen erkennbar und für den Einzelnen kaum spürbar. All diese Punkte machen es so schwierig, das Thema Demografie in der öffentlichen und politischen Diskussion – auch und gerade auf kommunaler Ebene – losgelöst von Renten-, Steuer- und Finanzierungsfragen zu verankern. Mit dem Vortrag "Demografische Entwicklung und stadtentwicklungspolitische Konsequenzen am Beispiel der Stadt Arnsberg (vhw / 21. April 2004)", der hier in modifizierter Fassung wiedergegeben ist, soll die Frage geklärt werden, ob und wie Stadtentwicklung reagieren kann. Dabei versucht werden dazu beizutragen,-
die Herausforderungen, vor denen nicht nur Arnsberg steht, zu beschreiben,
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die Notwendigkeit und Dringlichkeit des kommunalen Handelns aus der Sicht einer Mittelstadt wie Arnsberg zu verdeutlichen ("Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"),
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Ansatzpunkte und Wege aufzuzeigen, die es möglich machen, eine Ziel führende Diskussion zu eröffnen,
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Möglichkeiten und Chancen darzustellen, die neben den Problemen erkennbar werden
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und konkret die Arnsberger Strategien und Maßnahmen zu erläutern, die in dem einen oder anderen Punkt beispielhaft für andere Kommunen sein können.







