Persönliche Erklärung des Bürgermeisters Hans-Josef Vogel

"Lieber Arnsbergerinnen und Arnsberger, ich bin weiter für Sie da." - Persönliche Erklärung -

vogel

Auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Armin Laschet hat mich das Landeskabinett von NRW zum Regierungspräsidenten von Arnsberg berufen. Ich werde diese für unsere Stadt und Region wichtige Aufgabe annehmen und gestalten und danke für das Vertrauen des Ministerpräsidenten und der Landesregierung.

 

I.

Der damit verbundene Abschied vom Amt des Bürgermeisters unserer Stadt fällt mir schwer. Die Bürgerinnen und Bürger haben mich viermal in dieses Amt gewählt, das ich jetzt 18 Jahre lang ausüben durfte. Insgesamt arbeite ich jetzt im 25. Jahr für Arnsberg - erst als Stadtdirektor und dann als erster und bisher einziger hauptamtlicher Bürgermeister. Stadt, Bürgerschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mir in dieser Zeit ans Herz gewachsen.

Gemeinsam haben wir unsere Stadt für Unternehmen und bürgerschaftliches Engagement, für  Initiativen, Talente und Ideen geöffnet.

Gemeinsam haben wir Arnsberg als Ganzes modernisiert und weiterentwickelt. Wir haben  unsere Stadtverwaltung neu gestaltet: Stadtbüros, Fachbereiche, Zeitgarantien, Beschwerdewesen mit MeldeApp, Jobcenter, Stadtwerke u.a. Unsere Verwaltung ist klasse. Die notwendige Sanierung des Rathauses ist auf den Weg gebracht. Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen moderne Arbeitsplätze.

Gemeinsam haben wir den Strukturwandel gestaltet. Beispiele sind das neue Kaiserhaus mit dem Zentrum für Notfallmedizin und Notarztausbildung, mit dem Lichtforum NRW, dem neuen Digitalen Forum Arnsberg, das neue Klinikum Arnsberg mit seiner hohen medizinischen Kompetenz, aber auch die neue attraktive ökologische Infrastruktur, die durch die Renaturierung der Ruhr entstanden ist.

Wir haben gemeinsam den demografischen Wandel gestaltet und gebremst durch ein neues zukunftsfestes Schulwesen für unsere Kinder, durch ein im Land beispielhaftes neues Verständnis und Handeln als „Stadt des langen und guten Lebens“ sowie durch die Integration der Neubürgerinnen und Neubürger unabhängig von Herkunft und kulturellen Wurzeln. Zukunft ist und bleibt wichtiger als Herkunft.

Wir sind und bleiben wichtiger Wirtschaftsstandort mit einer Vielzahl mittelständischer Familienunternehmen und - betrieben, mit neun mittelständischen Weltmarktführern und als lichttechnisches Zentrum, zu der auch die Lichtwoche Sauerland zählt, mit erstklassigen Bildungseinrichtungen von IHK und Handwerkskammer und dualen Studiengängen. Wir sind heute Einkaufszentrum des Sauerlands.

Arnsberg steht heute dank vieler für Kunst und Kultur in der Region: Stadt- und Landständearchiv im wiederentdeckten neugestalteten Kloster Wedinghausen, Kulturschmiede, Teatron Theater, Musikschule, Kunst-Werk am Kaiserhaus, Kunstsommer, mittelalterlicher Lichtturm, Lichthausprojekte, internationale Installationen im öffentlichen Raum, mehrfach ausgezeichneter Kunstverein und seit kurzem das Lichtfestival DARK u.a.

Noch nie waren so viele Menschen bürgerschaftlich engagiert – gerade in neuen Initiativen und zur Lösung neuer sozialer Fragen wie zum Beispiel für ein besseres Leben mit Demenz. Auch unser neuer Bürgerbahnhof mit Selbst- und Mithilfe, Geschäftsstelle für bürgerschaftliches Engagement und der Fachstelle Zukunft Alter stehen dafür.

Und wir leben in einer wunderschönen Natur und haben mit der Digitalisierung begonnen, die unser aller Zukunft bestimmen und unser Leben durch Intelligenz und Vernetzung einfacher und besser machen wird.

Die Gesamtstadt Arnsberg mit ihren großartigen Stadtteilen und Dörfern hat Profil, Kraft, regionale Stärke und Internationalität gewonnen.

Ich danke allen, die daran mitgewirkt haben. Ich danke den Mitgliedern des Rates und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung. Es war mir eine Ehre, mit so vielen engagierten Menschen zusammenzuarbeiten. Es war mir eine Ehre, unserer Stadt zu dienen.

Eine Stadt ist allerdings nie fertig. Eine Stadt ist im dauerhaften Werden. So bleibt eine Stadt immer jung, und sie muss es auch bleiben.

 

II.

Mein Abschied ist zugleich ein neuer Anfang und zwar in unserer Stadt und Region. Darüber freue ich mich sehr.

Im Amt des Regierungspräsidenten Arnsberg bleibe ich unserer Stadt in besonderer Weise verbunden. Die regionale Regierung hat unsere Stadt von Anfang an mitgeprägt. Das soll auch so bleiben.

Aus „Suchet der Stadt Bestes“ wird nun für mich die Aufgabe, gemeinsam mit vielfältigen neuen und „alten“ Akteuren das Beste für unsere Region und ihre starken und stolzen Städte zu suchen.

Wir werden gemeinsam den Regierungsbezirk Arnsberg mit Südwestfalen und östlichem Ruhrgebiet noch stärker als eine moderne europäische Region verstehen und gestalten, die Stärken von Wissenschaft und Bildung mit den Stärken der mittelständischen Wirtschaft besser verbinden, Städte und Landkreise in ihrer Selbstgestaltung und Selbstverwaltung unterstützen und mit allen Kräften auch der Zivilgesellschaft eine intelligente, vernetzte und innovative Region der Zukunft anstreben. Die Regionale Südwestfalen 2025 mit dem großen Thema der Digitalisierung hilft uns allen dabei. 

Wir werden gemeinsam Vielfalt gestalten. Sicher: Aus Vielfalt Gemeinsamkeit zu schaffen ist anstrengend, aber für alle ungemein gewinnbringend.

Es gibt auf allen Ebenen viel zu tun. Tun wir es gemeinsam. Gemeinsam ist es leichter.

Liebe Arnsbergerinnen und Arnsberger, wir sehen uns. Ich bin weiter für Sie da.