12.09.2014 11:11:53

Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)

Ab dem 01.September 2011 ersetzt der elektronische Aufenthaltstitel (eAT) als gesondertes Dokument in Kreditkartenformat mit elektronischen Zusatzinformationen den bisherigen Aufenthaltstitel (Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis, Daueraufenthalt-EG, Aufenthaltskarte) in Etikettenform.

Der eAT wird an Drittstaatsangehörige als eigenes Dokument ausgestellt.

Im Karteninneren besitzt der eAT einen kontaktlosen Chip, auf dem biometrische Merkmale (Lichtbild und nach Vollendung des 6. Lebensjahres zwei Fingerabdrücke), Nebenbestimmungen und persönliche Daten gespeichert sind.

Zusätzlich enthält der Cip einen elektronischen Identitätsnachweis sowie die Möglichkeit, eine elektronische Signatur zu nutzen. Diese gespeicherten Daten sollen dem Schutz vor Fälschung und Missbrauch dienen.

Wie auch der bisherige Aufenthaltstitel, ist der eAT nur so lange gültig wie der eingetragene, dazugehörige Reisepass oder Passersatz. Es ist daher darauf zu achten, dass rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit ein neues Ausweisdokument beantragt wird.

Zur Speicherung der Daten ist es erforderlich, dass alle Antragsteller (ab Vollendung des 6. Lebensjahres) persönlich vorsprechen und die erforderlichen Unterlagen wie beispielsweise den Nationalpass, ein biometrietaugliches Passfoto, Einkommensnachweise und eine Schulbescheinigung vorlegen.

Die zu erhebenden Gebühren für den eAT fallen im Schnitt etwa 30 - 50 € höher aus als die bisherigen. Auch entfallen einige Gebührenbefreiungen, wie etwa für Familienangehörige von Deutschen. Die Ausstellung des eAT erfolgt nicht mehr, wie bisher beim Klebeetikett direkt bei der Ausländerbehörde, sondern zentral durch die Bundesdruckerei, wodurch es zu längeren Bearbeitungszeiten kommen kann.

Die bisherigen Aufenthaltstitel (Klebeetiketten) in den Ausweisdokumenten behalten bis längstens 30.04.2021 ihre Gültigkeit.

Weitere Informationen finden Sie beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)