Stolpersteine
für die Arnsberger Opfer der Nazi-Diktatur
Gunter Demnig hat über 25.000 Steine in bald 600 Städten Deutschlands und Europas verlegt: goldfarbene quadratische Pflastersteine mit dem Namen eines Menschen, der Opfer des totalen Vernichtungsfeldzuges der Nazis gegen das europäische Judentum wurde.
Gunter Demnig hat inzwischen mehr als Steine verlegt. Er hat eine dezentrale Gedenkstätte geschaffen in Deutschland und an wichtigen Orten in Europa - Anfang des Jahres auch in Rom. Er ist dabei nicht allein. Hinter jedem Stein stehen private Helfer und Spender.
Heute verlegt Gunter Demnig diese Steine auch in Arnsberg, „STOLPERSTEINE für unsere Köpfe und Herzen", wie er einmal sinngemäß einen Schüler zitierte. Diese STOLPERSTEINE tragen die Namen von Arnsberger Bürgerinnen und Bürgern.
Und auch bei uns in Arnsberg haben Bürgerinnen und Bürger mit einem Bürgerantrag diese Erinnerungsaktion angeregt und haben Bürgerinnen und Bürger dies finanziert. Dafür danke ich im Namen unserer Stadt.
So erinnert Arnsberg mit den STOLPERSTEINEN des Künstlers und Bildhauers Gunter Demnig
(www.stolpersteine.com) an das Unvorstellbare hier vor Ort, an das Unvorstellbare hier in der eigenen Nachbarschaft, hier wo wir jetzt zu Hause sind. So wird Arnsberg zugleich Teil dieser dezentralen europäischen Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust, die der Künstler Stein für Stein, Ort für Ort, Land für Land geschaffen hat und schafft. Tag für Tag.
Es ist vor Ort und in Europa eine „Gedenkstätte der Namen" auf den Steinen, auf denen wir heute in die Zukunft gehen. So ist der Holocaust und so bleibt der Holocaust Teil der Menschheit und auch Teil der Stadt Arnsberg. Er kann nicht einfach ausgelöscht, nicht einfach gestrichen, nicht einfach übersprungen werden. Er ist und bleibt Teil des Weges der Menschen in die Zukunft. Und er muss es auch sein, damit es eine gute Zukunft ist, der wir entgegen gehen, indem wir sie heute mitgestalten.
In diesem Sinne sind die STOLPERSTEINE ein bleibendes Zeichen der Erinnerungskultur für die Zukunft, unaufdringlich und eindringlich zugleich. Sie tragen bei uns die Namen der Arnsberger Opfer und rufen uns Arnsbergerinnen und Arnsberger bei unserem Namen. Wir sind es, die Antwort geben müssen.
Ich danke Gunter Demnig, der unermüdlich und kraftvoll Antwort gegeben hat und gibt. Heute in unserer Stadt.







